Vom Sparen und Bezahlen

Modul 4.1: Kontoarten und Kontoführung

Die ersten Erfahrungen mit einer Bank sammeln meist schon Kinder, und zwar mit Sparbüchern. Auf Sparbüchern kann Geld sicher angelegt werden. Allerdings werfen Sparbücher – wenn überhaupt – nur einen relativ geringen Zinssatz ab.

Das Sparbuch

Bei den meisten Banken können Sparbücher nicht für den bargeldlosen Zahlungsverkehr genutzt werden. Das bedeutet: Man kann einzahlen, abheben oder Geld auf das Sparbuch überweisen. Man kann aber nicht von dem Sparbuch auf ein anderes Konto Geld überweisen. Sparbücher sind wegen der niedrigen Zinsen nicht mehr so beliebt wie früher. Für Jugendliche – und auch Erwachsene – können sie sich aber trotzdem empfehlen, nämlich zum Ansparen für ein bestimmtes Ziel wie einen Urlaub oder einen neuen Computer. Aber auch ohne ein bestimmtes Ziel kann dort Geld „geparkt“ werden, wenn es dem täglichen leichten Zugriff entzogen werden soll. Denn vom Sparbuch kann man nicht an jedem Geldautomaten leicht und jederzeit Geld abheben. Wer also am Monatsende etwas überhat oder das Geldgeschenk des Opas erstmal weglegen möchte, kann das sehr gut auf ein Sparbuch einzahlen und dort sicher „parken“.

Das Tagesgeldkonto und das Festgeldkonto

Andere Möglichkeiten zum Ansparen von Geld und für eine sichere Geldanlage sind das Tagesgeldkonto und das Festgeldkonto. Das Tagesgeldkonto ist eine Mischung aus einem Girokonto und einem Sparbuch. Der Kontoinhaber erhält Zinsen, kann jederzeit über das Guthaben verfügen und auch jederzeit weitere Einzahlungen tätigen. Oft sind Tagesgeldkonten aber erst für höhere Anlagebeträge verfügbar, z. B. ab 1000 € Einlage. Der Zinssatz ist gering und von Bank zu Bank verschieden. Bei einem Festgeldkonto liegt der Zinssatz meist leicht höher als beim Tagesgeldkonto. Dafür kann man aber auch nicht jederzeit auf die Einlage zurückgreifen, sondern nur nach einer vereinbarten Laufzeit (z. B. nach drei Monaten oder einem Jahr). Je länger die vereinbarte Laufzeit, desto höher der Zinssatz. Für ein Festgeldkonto wird von den Banken meist eine Mindesteinzahlsumme verlangt.

Das Girokonto

Den „bargeldlosen Zahlungsverkehr“ wickelt man über ein Girokonto ab. Die meisten Jugendlichen haben schon vor dem 18. Lebensjahr eins, aber spätestens beim Einzug in die eigene Wohnung oder Aufnahme einer Ausbildung benötigt man ein Girokonto. Denn viele Ausgaben kann man nicht bar bezahlen. Miete, Strom, die Telefonrechnung: Das muss man bargeldlos, also über ein Girokonto bezahlen. Und auch das BaföG-Amt oder der Arbeitgeber möchten nicht in bar, sondern per Überweisung zahlen: Das ist der „bargeldlose Zahlungsverkehr“. Viele Banken bieten sich an. Der Verbraucher ist gut beraten, wenn er sich – zum Beispiel im Internet oder über die Zeitschrift „Finanztest“ der Stiftung Warentest – über die Konditionen der verschiedenen Banken informiert. Denn es gibt günstige und eher ungünstige Angebote.

Wichtige Kostenpunkte sind die folgenden vier Faktoren:

  • die Höhe der Grundgebühr
  • die Höhe der Gebühren für einzelne Finanztransaktionen wie z. B. Überweisungen
  • eine kostenlose Girocard für einen bargeldlosen Einkauf
  • möglichst viele gut erreichbare kostenlose (!) Geldautomaten.

Girokonten können auch online geführt werden. Hier ist es besonders wichtig, einige Sicherheitsregeln zu beachten:

  • Der Empfang der mTAN sollte nicht mit demselben Gerät wie die Dateneingabe für die Überweisung erfolgen: Empfang per Smartphone, Dateneingabe per PC ist die sichere Variante, denn ein und derselbe Hacker wird eher nicht beide Geräte unter seine Kontrolle bringen, sondern nur eines davon.
  • Beim Pishing versuchen Betrüger, zum Beispiel mit gefälschten E-mails, die angeblich von der Hausbank oder dem Internethändler kommen, den Kunden zum Einloggen und zur Eingabe seiner Bankzugangsdaten zu bewegen. Merke: Die eigene Hausbank wird niemals zum Beispiel „…wegen eines technischen Fehlers“ per E-Mail Passwörter oder TANs abfragen.
  • Trojaner werden meist gar nicht bemerkt und verrichten ihr Werk im Hintergrund. Meist werden sie über E-Mails eingeschmuggelt. Daher gilt auch hier: Niemals E-Mails von unbekannten Absendern öffnen.

Wichtig bei einer Teilnahme am Online-Banking ist, dass das Betriebssystem immer aktuell gehalten wird und Virenschutzprogramme auf dem neuesten Stand laufen. Natürlich sollten auf dem PC auch niemals Passwörter abgespeichert werden. Und schließlich sollten Online-Banking-Transaktionen niemals auf öffentlich zugänglichen Computern ausgeführt werden.

Die wichtigsten Funktionen eines Girokontos sind:

  • das Abheben oder Einzahlen von Bargeld am Geldautomaten
  • die Überweisung
  • der Dauerauftrag
  • das Lastschriftverfahren.

Für unbare Funktionen wie z. B. Überweisungen wird die IBAN (International Bank Account Number) benötigt. Sie setzt sich zusammen aus zwei Buchstaben als Abkürzung für das Land, in der das Konto geführt wird (z. B. DE für Deutschland), einer zweistelligen sogenannten Prüfziffer, der Bankleitzahl und der Kontonummer. Die IBAN für das eigene Konto steht auf der Kontokarte / EC-Karte.
Die IBAN des Geldempfängers kann man mit IBAN-Rechnern im Internet ermitteln. Wir finden diesen gut: https://www.berliner-sparkasse.de/de/home/service/iban-rechner.html

Nur für Überweisungen ins Ausland benötigt man auch die BIC (Business Identifier Code). Auch die BIC wird durch die IBAN-Rechner dargestellt.
In Deutschland gibt es nach dem Zahlungskontengesetz einen gesetzlichen Anspruch auf Einrichtung eines Girokontos für alle, die bisher noch kein Girokonto haben oder ihr Girokonto z. B. durch Kündigung der Bank verloren haben. Dieses sogenannte Basiskonto verfügt über alle Funktionen, die gebraucht werden, um am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen.
Wird ein Konto gepfändet, kann es auf Antrag des Kunden bei der Bank in ein Pfändungsschutzkonto umgestellt werden. Auf diesem Konto sind dann bestimmte Beträge monatlich vor dem Zugriff des pfändenden Gläubigers geschützt.

Kontoauszüge machen alle Informationen über den aktuellen Kontostand und die stattgefundenen Kontobewegungen sichtbar. Der Kunde kann dadurch genau sehen, was auf seinem Girokonto passiert ist. Kontoauszüge sollten regelmäßig gelesen und vier Jahre aufbewahrt werden. Kontoauszüge werden – je nach Vereinbarung mit der Bank – zugesandt, an den Kontoautomaten der Bank angezeigt und ggf. ausgedruckt oder beim Online-Banking am Bildschirm sichtbar gemacht und gespeichert.

Per Überweisung zahlt man Geld an einen Empfänger oder eine Empfängerin (einmalig oder regelmäßig). Die Überweisung ist eine unbare Zahlung, die sich besonders für einmalige oder unregelmäßig hohe Zahlungen anbietet, zum Beispiel zur Bezahlung bei einer Bestellung oder zur Bezahlung von Telefonrechnungen, die jeden Monat verschieden hoch ausfallen. Bei regelmäßigen gleich hohen Zahlungen kann stattdessen ein Dauerauftrag an die Bank erteilt werden. Damit wird eine bestimmte Überweisung von der Bank immer wieder zu bestimmten Terminen automatisch ausgeführt. Die Nutzung dieser Zahlungsweise bietet sich z. B. für Mietzahlungen, Energie-Abschläge oder Versicherungsbeiträge an. Damit ist sichergestellt, dass die Anweisung immer regelmäßig und pünktlich erfolgt, ohne dass hierfür jedes Mal ein gesonderter Auftrag erforderlich ist. Das verhindert, dass diese wichtigen Zahlungen das eine oder andere Mal vergessen werden. Vorsicht: Die Überweisung per Dauerauftrag klappt nur, wenn auf dem Konto genug Geld vorhanden ist.

Lastschriftverfahren mit Einzugsermächtigung

Beim Bezahlen an der Kasse mit einer EC-Karte wird eine Einzugsermächtigung für das Kundenkonto erteilt. Auch geben manche längerfristigen Verträge wie zum Beispiel Strom-Verträge eine Zahlung per Lastschrift mit Einzugsermächtigung vor. Durch die Erteilung dieser Einzugsermächtigung wird die Erlaubnis erteilt, den fälligen Rechnungsbetrag per Lastschrift vom eigenen Konto abzubuchen. Damit wird also der fremde Zugriff auf das Kundenkonto erlaubt. Eine einmal erteilte Einzugsermächtigung kann für die Zukunft jederzeit schriftlich gegenüber dem Vertragspartner widerrufen werden. Dann muss man aber selbst z. B. an die Überweisung des monatlichen Strombetrags denken. Bereits erfolgte Zahlungen per Lastschrift können bis zu acht Wochen nach der Belastung des Kontos gegenüber der Bank widerrufen werden. Gründe müssen dafür nicht genannt werden. Die Bank holt den abgebuchten Betrag dann zurück und schreibt ihn dem Konto wieder gut. Das sollte natürlich nur getan werden, wenn man die Verpflichtung zur Zahlung für unberechtigt hält.

Bezahlen beim Online-Shoppen

Manche Händler liefern nur gegen Vorkasse. Die Lieferung der bestellten Ware erfolgt dann erst, wenn der Kaufpreis schon beim Händler gutgeschrieben ist. Diese Zahlweise ist für den Verbraucher und die Verbraucherin immer riskant und sollte generell vermieden werden. Bei einer Zahlung gegen Nachnahme kassiert der Postbote den Preis bei Lieferung der Ware. Der Käufer kann die Ware, wie bei Vorkasse, also erst prüfen, wenn sie schon bezahlt ist, außerdem fallen Nachnahme-Gebühren an. Das sind klare Nachteile für den Verbraucher und die Verbraucherin. Das Bezahlen beim Online-Shoppen mit einer Kreditkarte ist bequem. Allerdings besteht dabei die Gefahr, dass man leicht den Überblick über seine Ausgaben verliert, weil die Abrechnung erst später (meist am Monatsende) sichtbar wird. Da die Händler Gebühren an die Kartenunternehmen zahlen müssen, sind manchmal auch die Versandkosten etwas höher. Das Zahlen im Internet mit PayPal wird immer beliebter. Hier wird ein gewisser Käuferschutz garantiert, wenn sich der Verkäufer nicht seriös verhält oder gar nicht liefert. Auch bei PayPal & Co. sollte immer Vorsicht gewahrt werden, wenn Angebote wie „Bezahlen erst in 14 Tagen“ gemacht werden. Denn auch bei solchen Bezahlmethoden kann schnell die Übersicht über die eigenen Ausgaben verloren gehen.

EC-Karten

Bild von EC-Karte

Bild von EC-Karte

Mit der EC-Karte kann man in Geschäften bargeldlos bezahlen. Das Konto wird zeitnah, meist innerhalb von einem oder zwei Tagen, mit dem Kaufpreis belastet. Mit der EC-Karte kann man auch Geld vom Geldautomaten abheben. Bei der eigenen Bank ist das kostenlos, eine Abhebung an Geldautomaten anderer Banken kann aber Gebühren auslösen, die dann vom eigenen Giro-Konto mit abgebucht werden. Man sollte sich daher informieren, bei welchen anderen Banken als der eigenen Hausbank man kostenlos Geld vom Girokonto abheben kann.

Kreditkarten

Bild von Kreditkarte

Bild von Kreditkarte

Beim Bezahlen mit einer Kreditkarte wie z. B. der MasterCard oder VISA erhält der Händler seinen Preis sofort. Das Konto des Käufers wird aber erst später belastet. Die Bank gewährt also dem Käufer bis dahin einen kurzfristigen Kredit. In der Regel werden alle Zahlungen des Kunden mit der Kreditkarte am Monatsende auf einmal abgerechnet und das Girokonto dann entsprechend belastet. Das Nutzen von Kreditkarten geschieht in der Regel gebührenpflichtig. Das unbedachte Nutzen von Kreditkarten kann bewirken, dass der Kunde den Überblick über seine während des Monats vorgenommenen Zahlungen verliert und mehr ausgibt, als er eigentlich hat.

Revolvierende Kreditkarte

Revolvierende Kreditkarte

Eine andere Kategorie von Kreditkarten sind „revolvierende Kredite“ mit den dazugehörenden Kreditkarten z. B. von Barclaycard oder American Express. Hier wird ein bestimmter Kreditrahmen eingeräumt. Je nach Vereinbarung mit dem Anbieter werden dann über längere Zeiträume nur Zinsen und sehr geringe Rückzahlungen fällig und abgebucht. Die Zinsen für diese Kredite sind sehr hoch. Das Risiko ist hoch, bei einer leichtsinnigen Nutzung in eine Überschuldungslage zu geraten.

Achtung: Bei Verlust oder Diebstahl einer EC- oder Kreditkarte sollte man die Karte sofort sperren lassen, damit sie nicht unbefugt benutzt werden kann.
Dazu gibt es die zentrale Notruf-Telefonnummer 116 116 (kostenlos) bzw. 49 116 116 aus dem Ausland (gebührenpflichtig).

Inzwischen werden auch Prepaid-Kreditkarten von verschiedenen Anbietern auf dem Markt angeboten, insbesondere auch für Minderjährige. Vor dem ersten Einsatz der Karte muss dafür der gewünschte Betrag auf das Kreditkartenkonto eingezahlt werden. Die Zahlungen werden hier also nicht auf Kreditbasis, sondern auf Guthabenbasis abgewickelt. Die Gebühren können recht hoch sein. Es lohnt sich daher, sich vorab gut zu informieren.

Mobile Payment

Das Bezahlen mit dem Smartphone (oder EC-Karten mit entsprechenden Chips) zum Beispiel über NFC (Near Field Communication) liegt zweifellos im Trend. Gefahren entstehen beim Verlust des Smartphones-oder der EC-Karte- diese sollten dann sofort gesperrt werden, um eine unbefugte Nutzung zu verhindern. Und noch fehlen langfristige Erfahrungen zum Risiko einer betrügerischen Bezahldatenauslesung z. B. durch Trojaner-infizierte Lesegeräte.

Arbeitsblatt 1: „Wie bezahle ich was?“

Streiche das jeweils nicht zutreffende durch und begründe deine Antwort.

  • Meine Miete bezahle ich mit Überweisung/Dauerauftrag/Einzugsermächtigung (nicht zutreffendes streichen) weil …
  • Meine Telefonrechnung ist jeden Monat verschieden hoch. Ich bezahle sie mit Überweisung / Dauerauftrag / Einzugsermächtigung (nicht zutreffendes streichen), weil …
  • Meine monatlichen Abschläge für den Strom bezahle ich mit Überweisung / Dauerauftrag / Einzugsermächtigung (nicht zutreffendes streichen), weil …
  • Ich habe die Jahresabrechnung für verbrauchten Strom in Höhe von 122,99 € bekommen. Das bezahle ich mit Überweisung / Dauerauftrag / Einzugsermächtigung, weil …
  • Ich habe im Internet eine Digitalkamera für 135,70 € bestellt. Bei der Bestellung habe ich meine Kontonummer und meine Bank angegeben und mich damit einverstanden erklärt, dass der Kaufpreis von meinem Konto abgebucht wird. Die Kamera wurde mir geliefert, dabei liegt die Rechnung. Den Rechnungsbetrag zahle ich mit Überweisung / Dauerauftrag / Einzugsermächtigung / gar nicht, weil sie automatisch von meinem Konto abgebucht wird (nicht zutreffendes streichen und Auswahl begründen).
  • Die Kamera habe ich ausprobiert, sie funktioniert nicht, weil der Verschluss des Objektivs klemmt. Ich habe sie deshalb drei Tage nach Erhalt zurückgeschickt. Jetzt möchte ich den Kaufpreis zurück. Deshalb schreibe ich an den Verkäufer und bitte um Rücküberweisung / weise ich meine Bank an, die Abbuchung zurückzurufen (nicht zutreffendes streichen und Auswahl begründen).
  • Wenn ich die Bank anweisen will, die Abbuchung des Kaufpreises zurückzurufen, habe ich dazu sechs Wochen Zeit / acht Wochen seit Auslieferung der Kamera Zeit / acht Wochen seit Belastung des Kontos Zeit (nicht zutreffendes streichen und Auswahl begründen).

Lösungen und Kommentare zu Arbeitsblatt 1: „Wie bezahle ich was?“

Meine Miete bezahle ich mit Überweisung / Dauerauftrag / Einzugsermächtigung (nicht zutreffendes streichen) weil…

  • Mietzahlungen sind wichtig. Sie können mit monatlichen Überweisungen bewirkt werden. Das birgt aber die Gefahr, dass vielleicht doch die eine oder andere Zahlung vergessen wird oder zu spät erfolgt. Daher empfiehlt sich ein Dauerauftrag. Bei Änderung der Miete (z. B. Mieterhöhung) muss der Dauerauftrag entsprechend geändert werden. Auch eine Einzugsermächtigung ist möglich.

Meine Telefonrechnung ist jeden Monat verschieden hoch. Ich bezahle sie mit Überweisung / Dauerauftrag / Einzugsermächtigung (nicht zutreffendes streichen), weil …

  • Der Dauerauftrag scheidet aus, weil die Beträge nicht in jedem Monat gleich sind. Daher ist eine Möglichkeit die Überweisung, die andere Möglichkeit die Einzugsermächtigung. Für die Überweisung spricht, dass man die Bezahlung bei Streitigkeiten über die Rechnungshöhe besser „in der Hand hat“. Dann muss man aber, solange es keine Streitigkeiten mit dem Telefonanbieter gibt, zumindest jedes Mal auf pünktliche Zahlung achten. Die andere Möglichkeit ist die Einzugsermächtigung. Dies stellt eine pünktliche Zahlung sicher, ist auch bequemer, erfordert aber bei Streitigkeiten über die Rechnungshöhe ggf. ein aktives Handeln, nämlich den rechtzeitigen Rückruf der Lastschrift bei der Bank.

Meine monatlichen Abschläge für den Strom bezahle ich mit Überweisung / Dauerauftrag / Einzugsermächtigung (nicht zutreffendes streichen), weil …

  • Es gilt das für das Thema „Miete“ oben gesagte.

Ich habe die Jahresabrechnung für verbrauchten Strom in Höhe von 122,99 € bekommen. Das bezahle ich mit Überweisung / Dauerauftrag / Einzugsermächtigung, weil …

  • Dauerauftrag ist falsch. Überweisung oder Einzugsermächtigung sind möglich.

Ich habe im Internet eine Digitalkamera für 135,70 € bestellt. Bei der Bestellung habe ich meine Kontonummer und meine Bank angegeben und mich damit einverstanden erklärt, dass der Kaufpreis von meinem Konto abgebucht wird. Die Kamera wurde mir geliefert, dabei liegt die Rechnung. Den Rechnungsbetrag zahle ich mit Überweisung / Dauerauftrag / Einzugsermächtigung / gar nicht, weil sie automatisch von meinem Konto abgebucht wird (nicht zutreffendes streichen).

  • Überweisung und Dauerauftrag sind falsch. Der Rechnungsbetrag wird per Einzugsermächtigung bezahlt, das heißt, er wird automatisch vom Konto abgebucht.

Die Kamera habe ich ausprobiert, sie funktioniert nicht, weil der Verschluss des Objektivs klemmt. Ich habe sie deshalb drei Tage nach Erhalt zurückgeschickt. Jetzt möchte ich den Kaufpreis zurück. Deshalb schreibe ich an den Verkäufer und bitte um Rücküberweisung / weise ich meine Bank an, die Abbuchung zurückzurufen (nicht zutreffendes streichen).

  • Die Bank sollte um Rückbuchung gebeten werden. Das sollte, am besten schriftlich mit Angabe der Gründe, auch dem Verkäufer mitgeteilt werden.

Wenn ich die Bank anweisen will, die Abbuchung des Kaufpreises zurückzurufen, habe ich dazu acht Wochen Zeit / acht Wochen seit Auslieferung der Kamera Zeit / acht Wochen seit Belastung des Kontos Zeit (nicht zutreffendes streichen).

  • Ein Rückruf ist bis zu acht Wochen seit Belastung des Kontos möglich. Der Bank müssen keine Gründe angegeben werden.

Arbeitsblatt 2: Lückentext „Konten und Geldkarten“

Lies den Einführungstext. Ergänze den Text um die folgenden Wörter:

online / Zinsen / Kontoauszüge / Sparbuch / Girokonto / Mindestbetrag / Vorauskasse / abheben / IBAN / bargeldloser Zahlungsverkehr / Tagesgeldkonto / Sicherheitsregeln/ PayPal /Miete / Geldautomaten / Festgeldkonto / IBAN-Rechnern / Gebühr/ Kreditkarte

Kleinere Geldbeträge spare ich am besten auf dem ______________________________. Bei der Bank kann ich Geld vom Sparbuch _______________________, wenn ich es brauche. Größere Beträge kann ich zum Beispiel auf einem ________________________________________ oder einem _________________________________________ sicher anlegen. Auf solchen Konten muss aber meistens ein bestimmter ___________________________________ angelegt werden, zum Beispiel 500 € oder 1.000 €. Auf diesen Konten bekomme ich meistens mehr ____________________________________ als auf dem Sparbuch. Für die Teilnahme am ___________________________________________________________ brauche ich ein ______________________________, da Arbeitgeber und Behörden keine Barbeträge auszahlen möchten und auch meine Ausgaben wie zum Beispiel _________________ebenfalls unbar bezahlt werden müssen. Alle Banken bieten Girokonten an. Für die Auswahl sind vor allem folgende Kriterien wichtig: Ist eine monatliche Grundgebühr zu zahlen? Muss ich für einzelne Transaktionen wie z. B. Überweisungen eine _____________________ bezahlen? An wie vielen _________________________ kann ich Geld abheben? Gibt es eine kostenlose EC-Karte / Girokarte für das bargeldlose Bezahlen im Geschäft? Ein Girokonto kann ich auch __________________________ führen. Dazu muss ich mich über die wichtigsten ________________________________________________ informieren, damit mein Konto nicht von Betrügern gehackt und geplündert werden kann. Für Überweisungen brauche ich die ___________________________, diese kann ich im Internet mit Hilfe von ________________________________ berechnen. Für mein Girokonto bekomme ich regelmäßig ___________________________________. Diese sollte ich regelmäßig lesen, damit ich weiß, was auf meinem Konto passiert ist. Für das Online-Shoppen kann man zum Beispiel eine __________________________________nutzen oder per ___________________________________ bezahlen. Dabei kann ich die gekaufte Ware aber erst prüfen, wenn ich sie schon vollständig bezahlt habe. Beim Bezahlen z. B. mit ________________________________ gibt es einen gewissen Käuferschutz, wenn sich der Verkäufer nicht seriös verhält oder nicht liefert.

Arbeitsblatt 3: „Unbare Zahlung & Einzugsermächtigung“

Bearbeite die folgenden Aufgaben und Fragen auf einem Extrablatt.

Aufgaben: Lies den Kassenbon (Vorder- und Rückseite). Was hat die Kundin gekauft, wie viel hat das gekostet? Was hat sie auf der Rückseite unterschrieben? Fasse den Inhalt in Stichworten zusammen.

Zusatzaufgabe: In Deutschland werden die meisten Zahlungen beim Einkauf und Shoppen in bar bezahlt. Deutsche lieben ihr Bargeld, heißt es. In den USA, Großbritannien und Skandinavien sind unbare Zahlungen dagegen selbst für kleine Beträge üblich. In Schweden wurde schon 2015 nur jeder fünfte Einkauf im Laden in bar bezahlt.
Recherchiere zu diesem Thema. Was für Vor- und Nachteile würde eine weitgehend bargeldlose Gesellschaft nach deiner Meinung haben?

Arbeitsblatt 4: Kontoauszüge Postbank

Bearbeite die folgenden Aufgaben und Fragen auf einem Extrablatt.
Erkläre für beide Kontoauszüge der Postbank (=jeder hat jeweils 2 Seiten), welche Geldbewegungen auf dem Girokonto der Postbank stattgefunden haben.
Was ist ein Kontostand? Welchen Betrag zeigte der Kontostand vor den abgebildeten Geldbewegungen, welcher neue Kontostand wird ausgewiesen? Warum konnten die Lastschrift für Amazon und der Dauerauftrag für die Ratenzahlung am 24.01.2018 nicht ausgeführt werden?
Wie hoch ist der Zinssatz für den Dispokredit? Recherchiere: Was ist ein Dispokredit? Was ist eine „geduldete Überziehung“ und wie hoch ist der Zinssatz dafür?

Arbeitsblatt 5: Kontoauszüge Sparkasse

Bearbeite die folgenden Aufgaben und Fragen auf einem Extrablatt.
Erkläre, welche Geldbewegungen auf dem Girokonto der Berliner Sparkasse stattgefunden haben. Nenne die jeweiligen Beträge zu den einzelnen Kontobewegungen.
Erkläre den Begriff Dispokredit. Bis zu welchem Betrag kann dieser Kunde einen Dispokredit in Anspruch nehmen? Muss er dafür einen Antrag stellen?

Arbeitsblatt 6: Kontaktloses Bezahlen

Wie funktioniert „kontaktloses Bezahlen“? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Gibt es Risiken? Informiere dich mithilfe des abgebildeten Flyers oder informiere dich im Internet. Notiere dir deine Antworten zu den drei Fragen auf einem Extrablatt.

Arbeitsblatt 7: Welches Konto ist das beste?

Anna lebt in Schwerin, ist gerade 18 Jahre alt geworden und zieht demnächst in ihre erste eigene Wohnung. Sie hat noch kein eigenes Konto. Jetzt möchte sie eines haben und überlegt, welches Konto für sie am besten ist. Sie geht davon aus, dass sie drei Daueraufträge brauchen wird (Miete, Strom, Fitness-Studio) und zwei Unternehmen eine Einzugsermächtigung geben wird (Telefon, Internet). Sie will zweimal in der Woche Geld vom Geldautomaten abheben. Außerdem wird sie ca. 4 mal im Monat eine Überweisung machen (z. B. Bestellungen im Internet). Sie möchte zum bargeldlosen Bezahlen in Geschäften eine EC-Karte haben (im unten abgebildeten Flyer wird das als „Sparkassen-Card“ bezeichnet) und keine Kreditkarte.

Beantworte die folgenden Aufgaben und Fragen auf einem Extrablatt:

    1. Überlege, welches Konto für Anna die beste Wahl ist und begründe.
    2. Welche Vorteile und Nachteile hat das von dir ausgesuchte Konto? Mit welchen Kosten muss Anna für das Konto rechnen?
    3. Sollte Anna sich noch bei anderen Banken über deren Angebote informieren?
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Arbeitsblatt 1 Download: „Wie bezahle ich was?“ (pdf)
Lösungen zu Arbeitsblatt 1 Download: „Wie bezahle ich was?“(pdf)
Arbeitsblatt 4 Download: Kontoauszüge Postbank (pdf)
Arbeitsblatt 5 Download: Kontoauszüge Sparkasse (pdf)
Arbeitsblatt 6 Download: Kontaktloses Bezahlen (pdf)
Arbeitsblatt 7 Download: Welches Konto ist das beste? (pdf)
Modul 4: Leihst du noch oder sparst du schon?